Scham …
das ist der Schatten, der kommt,
wenn Licht auf etwas fällt,
das noch nicht geglaubt wird.
Sie sagt:
„Versteck dich. Nicht jetzt. Nicht so.“
Und ich spüre, wie ich kleiner werde, wie ich mir selbst den Atem nehme.
Aber ich bleibe.
Ich bleibe und schaue hin. Ich bezeuge mich.
Ich sage nichts Schönes. Ich sage nichts Großes.
Ich sage nur: Ich bin da.
Und während ich das sage, verliert Scham die Farbe.
Sie wird still. Sie wird Mensch. Sie wird Teil von mir.
Denn Scham verliert ihre Macht, sobald ich mich wieder selbst bezeuge.
